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Wort der Kirchen vom 1.12.2018 Drucken

Wort der Kirchen- 2018-12-01 - Advent

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 08. Dezember 2018 um 16:24 Uhr
 
Wort der Kirchen vom 1.9.2018 Drucken

Wort der Kirchen 2018-09-01

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 31. August 2018 um 15:55 Uhr
 
Wort der Kirchen – 17. 03. 2018 – Drucken

Wort der Kirchen – 17. 03. 2018 –

Diakon Andreas Weiß, Katholische Pfarrei St. Burchard, Halberstadt

… die Welt retten …      

Ja, liebe Leserinnen und Leser, unser Land hat endlich wieder eine ordentliche Bundesregierung. Schwer getan haben sich die gewählten Parteien mit der Regierungsbildung. Einige haben sich dann doch lieber aus der Verantwortung gezogen, weil … ja weil wohl mehr das Parteitaktische im Vordergrund stand. Die Verantwortung für unser Land und der Blick für die Menschen, die hier leben, scheint bei manchen Sondierungsgesprächen wenig eine Rolle gespielt zu haben. Die „eigene Haut retten“ – parteipolitisches Kalkül –, war wichtiger. Dabei gibt es doch so viele „Baustellen“ in unserem Land. Die wichtigste wohl - vor wirtschaftlicher und digitaler Infrastruktur-: der soziale Frieden, das gute Miteinander in unserem Land. Immer häufiger erheben entsprechende Fachleute ihre Stimme: Die soziale Schere zwischen Reichen und Armen geht immer weiter auseinander; die soziale Gerechtigkeit in Deutschland bleibt auf der Strecke – trotz boomender Wirtschaft. Wenn z. B. Menschen mit einer Erwerbstätigkeit davon nicht ihre Familie ernähren können – und das werden immer mehr –, andere aber mit diesem Geschäftsmodell das große Geld verdienen, dann ist etwas „faul im Staate …“ Deutschland! Gleichzeitig wird von denen, die viel und reichlich haben, gesagt, wir könnten in Deutschland nicht für „so viele“ geflüchtete Menschen sorgen, das würden wir nicht schaffen. Und die anderen fühlen sich „wie Menschen zweiter Klasse“, da sie nicht so viel Unterstützung bekommen würden wie die geflüchteten Menschen. Diese kommen aber aus zerbombten Ländern, aus Dürregebieten oder Hochwasserregionen, wo durch Krieg, Trockenheit und Wasserfluten ihre Existenz mehr als bedroht ist. Da stellt sich die Frage: Was ist los mit der Gerechtigkeit? … Aber: Was ist eigentlich Gerechtigkeit? – Die einen finden es gerecht, aus ihren Ressourcen einen entsprechenden Anspruch auf Wohlstand ableiten zu können: im eigenen Land die Reichen gegenüber den anderen, und global die reichen Industrieländer. Das könnte als egoistische Gerechtigkeit bezeichnet werden. Wir sehen nicht mehr, wie viele Ressourcen wir uns nicht selber erarbeitet haben.

Jesus aus Nazaret kannte die Not von Tagelöhnern und Bedürftigen seiner Zeit. Er stellt in seiner frohen Botschaft eine andere Gerechtigkeit vor: es sollte doch die Verantwortung der Reichen so weit gehen, dass diejenigen, die von deren Wohl und Wehe abhängen, bekommen, was sie zum Leben brauchen – ohne Wenn und Aber.

Solches wird von vielen als unerreichbares Ideal angesehen. Aber es gibt auch die, die Veränderungen anregen und nach Wegen aus der Gerechtigkeits-Falle heraus suchen. So steht denn auch die diesjährige Fastenaktion des katholischen Hilfswerkes MISEREOR unter dem Titel: Heute schon die Welt verändert? Mich hat dieses Motto an einen Song von Tim Bendzko erinnert: „Muss nur noch kurz die Welt retten“ Er hat sich wohl Gedanken gemacht über die Ungerechtigkeit auf unserer Erde wenn er singt: „…Die Zeit läuft mir davon, zu warten wäre eine Schande für die ganze Weltbevölkerung. Ich muss jetzt los, sonst gibt's die große Katastrophe; merkst du nicht, dass wir in Not sind.“ Die Frage an uns lautet wohl: Wollen wir nur unseren Wohlstand retten? – und empfinden das noch als gerecht. Oder wollen wir tatsächlich die Welt verändern … und dadurch retten? Dann sollten wir zunächst unser Denken ändern – unsere Werte und Sichtweisen … auch über Gerechtigkeit.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 28. April 2018 um 07:53 Uhr
 
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Wort der Kirchen – 05. 01. 2018 –

Diakon Andreas Weiß, Katholische Pfarrei St. Burchard, Halberstadt

… aus dem Morgenland      

Liebe Leserinnen und Leser, Weihnachten ist wie eine Ellipse! Genau wie eine Ellipse so hat auch Weihnachten zwei Brennpunkte: den 25. Dezember – das Fest der Geburt Jesu – und den 6. Januar. Morgen feiern wir ein Fest mit dem Namen: Epiphanie – Erscheinung des Herrn. Dieses Fest wurde von den Christen in den ersten Jahrhunderten des Bestehens der Kirche zuerst als Weihnachtsfest gefeiert. Erst im 4. Jahrhundert nach Christus kam dann das Geburtsfest im Dezember hinzu. Heute feiern hierzulande die meisten Menschen am 25. Dezember Weihnachten – natürlich mit dem Heiligen Abend davor, denn an diesem Abend beginnt ja bereits der Festtag.

Und nun bringe ich noch mehr Verwirrung in das weihnachtliche Ganze: Für viele Christen ist morgen – an unserem 6. Januar – erst der Heilige Abend und übermorgen Weihnachten.

Wie denn das?, höre ich Sie fragen. Wie geht denn das? – Viele Christen in den Ländern Osteuropas und den orientalischen Ländern benutzen noch einen alten Kalender nach dem sich die kirchlichen Feste richten. Als im Jahre 1582 vom römischen Papst eine Kalenderreform verfügt wurde, weil der Kalender nicht mehr mit den astronomischen Abläufen übereinstimmte, wurde diese nur nach und nach und von manchen Ländern gar nicht übernommen. Die Ostkirchen benutzen bis heute den alten Julianischen Kalender in ihrer Liturgie. Und deshalb ist für viele Christen aus dem Nahen Osten, aus den Balkanstaaten und Osteuropa an unserem 7. Januar erst ihr 25. Dezember. Und gerade viele bei uns lebende geflüchtete Christen aus Syrien, aber auch aus Eritrea und anderen orientalischen Ländern, gehören einer Orientalischen oder Orthodoxen Kirche an und feiern nach unserem Drei-Königs-Fest ihr Weihnachtsfest.

Ja, Weihnachten ist ein Fest, dass unseren Blick als Christen nicht nur auf das Christuskind in der Krippe und auf seine Mutter Maria fokussiert; es lenkt unseren Blick in die weite Welt. Denn das Licht der Weih-Nacht strahlte – so erzählt es die Bibel – bis ins Morgenland. Dort hatten weise Männer aus dem Volk der Meder (heute im östlichen Iran) einen Stern im Aufgang gesehen. Sie hatten sich über die Bedeutung dieses Aufgangs Gedanken gemacht. Und nachdem sie sich im Klaren darüber waren, dass dieses Ereignis auf ein noch viel bedeutenderes Ereignis – nämlich die Geburt eines neuen und mächtigen Gottes-Königs – hinweisen sollte, machten sie sich auf den Weg, auf die Suche. Immer dem Stern, der ihnen erschienen war, folgend, kamen sie letztlich dort an, wo Jesus Christus geboren worden war – in Betlehem. Die „drei Könige“ machten sich vom Morgenland aus auf den Weg, um das Leben zu suchen. Und sie fanden im Jesuskind den Gottessohn, der das Leben bringen sollte.

Wie viele machten sich in den letzten Jahren vom Morgenland, aus dem Orient, aus auf den Weg, um dem Tod zu entkommen und das Leben zu finden?! Aus Syrien, aus dem Irak und Iran, Afghanistan und Eritrea. Darunter auch viele Christen. Andere sind geblieben oder bleiben: in Ägypten oder Äthiopien, obwohl sie auch zur verfolgten christlichen Minderheit gehören. Mit den geflüchteten Menschen ist auch die Vielfalt der Christenheit in unser Land größer geworden, feiern doch viele von ihnen auf ganz verschiedene Weise „Weihnachten“ – in ihren eigenen Riten und Bräuchen: ob im koptischen oder syrischen, im byzantinischen oder assyrischen Ritus, ob am 25. Dezember - nach neuem oder alten Kalender. Sie alle feiern die Geburt Jesu, des Messias, des Sohnes Gottes – der das Licht für alle Völker ist. Denn die Weihnachtsbotschaft gilt allen Menschen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade.

Allen, die immer noch oder aber erst Weihnachten feiern, wünsche ich ein gesegnetes Fest!          

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 08. Januar 2018 um 23:20 Uhr
 
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Halberstadt - Samstag, 15. Dezember 2018
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